Gedenken an Hiroshima und Nagasaki
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Termine
Datum: 9. August 2018
Ort: Auedamm (zw. Orangerie & Drahtbrücke), 34117 Kassel, Hiroshima-Ufer/Fulda
Zeit:ab 18:30 Uhr

Gedenken an Hiroshima und Nagasaki

Donnerstag, 9.August 2018
Kassel, Hiroshima-Ufer an der Fulda, neben der Spitzhacke

18:30 Uhr --- Basteln von schwimmenden Lichterketten
20:00 Uhr --- Wortbeiträge:
. . . . . . . . . . . . . . . . Martin Schindehütte - Bischof i. R.,
. . . . . . . . . . . . . . . . Kerstin Saric - Ortsbeirat Süd

. . . . . . . . . . --- Musik: Jörg Götzfried (Dylan´s Dream)

21:00 Uhr --- Lichterketten auf der Fulda mit den NaturFreunden Bad Emstal


Am 6. August 1945 warf ein US-Kampfbomber über Hiroshima die erste Atombombe ab. Nur drei Tage später, am 9. August, folgte der Abwurf einer Plutoniumbombe auf Nagasaki. In Hiroshima waren in einem Umkreis von einem halben Kilometer 90% der Menschen sofort tot. Es folgten eine ungeheure Druckwelle und Feuerstürme mit 250 km/h, mit Bodentemperaturen von 1000°C. Bereits nach 4 Monaten waren an den unmittelbaren Folgen in Hiroshima 136.000 und in Nagasaki 64.000 Menschen gestorben. Und das Leiden und Sterben ging und geht weiter ...

Haben die Menschen aus der Atombombenkatastrophe gelernt?

Nein!
Die neun Atomwaffenstaaten, an der Spitze Russland und die USA, verfügen weiterhin über rund 15.000 Nuklearwaffen, von denen 4150 einsatzbereit sind. Die Verpflichtung zur Abrüstung, die sich aus dem Atomwaffensperrvertrag ergibt, haben die Atomwaffenstaaten nicht erfüllt. Anstatt abzurüsten werden die Atomwaffen modernisiert.
Ja!
Am 8. Juli 1996 hat der Internationale Gerichtshof festgestellt, dass die Androhung und der Einsatz von Atomwaffen völkerrechtswidrig sind.
Am 26. März 2010 beschloss der Bundestag mit großer Mehrheit, sich für den Abzug der in Büchel/Eifel verbliebenen Atombomben einzusetzen.
Nein!
Dieser Beschluss wurde bis heute von keiner Bundesregierung umgesetzt. Im Gegenteil: Die Modernisierung der Atombomben wird von den Regierenden mit erheblichen finanziellen Mitteln unterstützt.
Ja!
Am 7. Juli 2017 beschlossen 122 der 193 UN-Mitgliedsstaaten einen Vertrag zum Verbot von Atomwaffen. Auch eine große Mehrheit der Bevölkerung will dieses Verbot.
Nein!
Die Bundesregierung lehnte die Teilnahme an den Verhandlungen zum Atomwaffenverbot ebenso ab wie die Atomwaffenstaaten und die meisten Nato-Länder.
Ja!
Die Internationale Kampagne zur atomaren Abrüstung (Ican) erhielt am 10. Dezember 2017 den Friedensnobelpreis. Die Arbeit von 450 Mitgliedsorganisationen -auch unsere- in über 100 Ländern war erfolgreich.
Nein!
Das Ausscheiden der USA aus dem Atomvertrag mit dem Iran ist ein großer Rückschlag im Bemühen, mit diplomatischen Mitteln friedenspolitische Ziele zu erreichen. Die Zwei-Mann-Schau mit Trump und Kim war kein ernsthafter Beitrag zum Frieden.
Ja!
Wir werden uns weiter einsetzen: Für den Abzug der Atombomben in Büchel/Eifel, für das Verbot von Atombomben, für eine Welt ohne Atomwaffen.
Bilder: