E-Mail-Verteiler
Hier können Sie sich in unseren E-Mail-Verteiler eintragen

Termine
Datum: 2. September 2017
Ort: Holländische Straße 74, Kassel, Scheidemann-Haus
Zeit:11:00 Uhr

Demonstration zum Antikriegstag: Gegen Hochrüstung und Kriegspolitik

Demo während der Documenta 2012 gegen Rüstungsexporte und Krieg
Waffenexporte und Kriege stoppen!

Der Krieg beginnt hier!

Kassel ist nicht nur Documentastadt, sondern auch Standort der Rüstungsindustrie. Krauss-Maffei Wegmann und Rheinmetall produzieren in Kassel modernes Kriegsgerät, das in alle Welt exportiert wird.

Rüstungskonversion statt Rüstungsproduktion!

Auch der Export ganzer Produktionsstätten, muss unterbunden werden!

Es ist ein Skandal, dass Rheinmetall ein Tochterunternehmen in der Türkei gründet, um dort Panzer zu bauen!

Auftaktveranstaltung: 11 Uhr vor dem Philipp-Scheidemann-Haus (Haltestelle Mombachstraße). Rede: Mechthild Middeke. Danach Demonstration zum Opernplatz.

Kundgebung: 12:15 Uhr am Opernplatz.
Rede: Jürgen Grässlin ( Pädagoge, Publizist, pazifistischer Friedensaktivist und Autor des Buches „Schwarzbuch Waffenhandel“)
und Redner vom Bündnis "Kassel Entrüsten"

Musik: Blech & Schwefel und Hans Eitle

Flyer undAufruf zum Herunterladen

Informationen zu Rüstungsexporten aus Kassel

Rheinmetall will Panzer in der Türkei bauen


Veranstalter: Kasseler Friedensforum



Der Aufruf:

Antikriegstag 2017: Gegen Hochrüstung und Kriegspolitik

Mit großer Beunruhigung sehen wir in vielen Regionen der Welt eine zunehmende militärische Konfrontation und vor allem eine rasante Aufrüstung. Auch und gerade die NATO ist dabei eine treibende Kraft. US-Präsident Trump wird nicht müde, von seinen Verbündeten eine markante Aufrüstung zu verlangen. Mit Empörung mussten wir ansehen, wie Bundeskanzlerin Merkel und Verteidigungsministerin von der Leyen ihm im Prinzip zugesagt haben, die deutschen Militärausgaben am vorgegebenen Ziel von 2% des BIP auszurichten. Das entspricht fast einer Verdoppelung unserer gegenwärtigen Militärausgaben! Eine solche Politik führt zur weiteren Militarisierung der Gesellschaften und zwischenstaatlichen Beziehungen und – wie die Geschichte lehrt – letztlich auch in den Krieg. Eine solche Politik verhindert, dass genügend Geld in Bildung und allgemein in die Zukunft der Gesellschaft fließt.
Gegen diese Aufrüstungspläne ist entschiedener und breit getragener Protest notwendig. Alle politischen Verantwortungsträger und alle Bundestagskandidaten fordern wir auf, sich gegen die neue Hochrüstungs- und Konfrontationspolitik zu stellen.

In Europa ist seit drei Jahren eine neue militärische Konfrontation entstanden, die höchste Gefahren für unseren Kontinent birgt. Fast hat man sich schon daran gewöhnt, dass entlang der Ostgrenzen der baltischen Staaten deutsche und russische Soldaten einander feindlich gegenüberstehen. Damit geht einher, dass alte und neue Feindbilder gegenüber Russland aufgebaut werden. Man muss in diesem Kontext daran erinnern, dass die NATO entgegen den Absprachen bei der Deutschen Wiedervereinigung seither immer weiter nach Osten vorgerückt ist. Diese Politik wird nun in der Ukraine fortgesetzt. Viele Menschen scheinen heute vergessen zu haben, dass nicht Russland Deutschland überfallen hat, sondern dass im letzten Weltkrieg Nazideutschland Russland mit Krieg überzogen hat, einem Krieg, dem 27 Millionen Sowjetbürger zum Opfer fielen. Die Lehren daraus können nur lauten:
Dialog und Friedensvereinbarungen mit Russland und die Schaffung einer militärisch neutralen Ukraine. Friedenssicherung durch Entspannungspolitik und Abrüstungs-vereinbarungen. Ende der Sanktionen gegenüber Russland.

Vor allem im nahen Osten verfolgen wir den von George W. Bush ausgerufenen „Krieg gegen den Terrorismus“. Jeder Mensch kann inzwischen deutlich sehen, wohin er geführt hat: Zu immer mehr Terrorismus, zu Zerstörung, Not, Vertreibung und Flucht der Menschen, die keine Bleibe mehr haben. Und wir wissen auch wodurch er befeuert wird: Durch Waffenexporte, durch Kungeleien mit autoritären Herrschern, durch den Versuch, Staaten zu destabilisieren und militärisch zu unterminieren. Leider beteiligt sich auch Deutschland an dieser verheerenden Politik. Wir fordern von der Bundesregierung:
Wirksame Kontrolle und Stopp der Rüstungsexporte. Maßnahmen und Hilfen zur Umstellung auf zivile Produktion (auch und gerade in Kassel). Entschiedene Unterstützung der Friedensbemühungen und des Wiederaufbaus in Syrien und im Irak. Und nicht zuletzt: Beitritt zum UN-Atomwaffenverbotsvertrag!