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Erinnerung an Georg Elser

Rolf Wekeck vom Kasseler Friedensforum berichtete während der diesjährigen Kundgebung zum Antikriegstag über den Widerstandskämpfer Georg Elser.

„Ich habe den Krieg verhindern wollen“, stand 2003 auf einer Sonderbriefmarke. Dies ist ein Zitat von Georg Elser. In Bettenhausen wurde auf Vorschlag der Kasseler Naturfreunde vor kurzem eine Straße nach diesem Widerstandskämpfer benannt. An diesen wollen wir erinnern.
Im Herbst 1939 baute Georg Elser in mühevoller Kleinarbeit einen Zeitzünder in eine Säule im Münchener Bürgerbräukeller ein. Er wusste, dass Hitler wie die Jahre vorher, am 8. November 1939 dort reden würde. Die Bombe explodierte wie geplant. Hitler verließ den Saal jedoch früher als vorgesehen. Das Attentat misslang.
Georg Elser wurde am gleichen Abend festgenommen. Für ihn begann ein langer Leidensweg mit pausenlosen Verhören und schweren Misshandlungen. Die Nazis vermuteten Hintermänner zum Attentat, was jedoch nicht der Fall war. Obwohl Elser die Tat gestand, wendete die Gestapo alle Mittel an, um ihn zum Reden zu bringen. Für Georg Elser bedeutete das jahrelange Folter und Isolation. Am 5. April 1945 befahl Hitler die Hinrichtung Georg Elsers. Ein Grab des mutigen Widerstandskämpfer gibt es nicht.
Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb Georg Elser lange Zeit eine Anerkennung als Widerstandskämpfer versagt. Einem einfachen Handwerker traute man eine solche Tat nicht zu. Erst als 1964 die Vernehmungsprotokolle der Gestapo entdeckt wurden, konnte die Alleintäterschaft Elsers bestätigt werden.
Nun wird Georg Elser auch in Kassel mit der Straßenbenennung gewürdigt.
Bilder: