Pressemitteilung vom 25. April 2026
Bürgerforum statt düstere Fantasien eines Kriegs-Flughafens
byBündnis Kassel Airport stoppen
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Gabriel Herr vom Bündnis „Kassel Airport Stoppen“ kritisiert angesichts des
Intervies mit Herrn Kaesbach („Wir brauchen diesen Flughafen!“) vom 17. April:„Der Kassel Airport ist gescheitert – endlich erkennt das auch der Aufsichtsrat. Nur präsentiert er jetzt alten Wein in neuen Schläuchen statt nach der vernichtenden Bilanz des Verkehrsflughafens endlich die Reißleine zu ziehen.
Der Aufsichtsrat fantasiert jetzt über einen düsteren Kriegs-Flughafen. In der Realität aber flogen im letzten Jahr mit 189 Militär-Flügen zwar doppelt so viele wie im Vorjahr – das verschwindet aber neben den rund 20.000 Privatflügen, die im Interview mit keinem Wort erwähnt werden. Warum wird immer wieder über die Flüge der Millionäre geschwiegen? Wir sollten aufwachen, wenn jetzt mit der Angst vor Krieg gespielt wird, um dann die Infrastruktur im Wesentlichen für Privatflüge weiter zu finanzieren.
Es ist und bleibt absurd, dass wir aus dem schrumpfenden Staats-Säckel Jahr für Jahr 24 Mio. € Subventionen vor allem für diese Privatflieger zahlen. Jährlich werden uns Steuerzahler*innen allein 10 Mio. € direkte Schulden des Airports aufgelastet.
Till Kaesbach als Vorsitzender des Aufsichtsrats für das Land Hessen übergeht im Interview die konstruktiven Vorschläge aus Nordhessen völlig. Der Vorschlag von Kassels Oberbürgermeister Sven Schoeller, das Gewerbegebiet rechtlich vom Flughafen abzutrennen, wäre ein Befreiungsschlag für unsere Region Nordhessen, die unter den Schulden des Airports ächzt.
Jahrzehntelang wurde gekungelt, um mit unser aller Steuergeld den abgehoben Millionären ihren elitären Lebensstil zu finanzieren. Das muss ein Ende haben. Deshalb sollten Sven Schoeller und Andreas Siebert endlich einen demokratischen und ergebnisoffenen Prozess zur Nachnutzung des Geländes starten. In einem Verfahren wie dem „Bürgerforum“ wollen wir gemeinsam mit Zivilgesellschaft, Wissenschaft und lokaler Wirtschaft tragfähige Zukunftsvisionen entwickeln, die wirklich der Bevölkerung zugute kommen.
Bis dahin sollten kostendeckende Landegebühren insbesondere für Privatjets eingeführt werden. Das wäre eine echte Konsequenz nach dem Fischer-Air-Desaster, unserem Schwarzbuch Kassel Airport und dem Grünen-Gutachten, welche die Mär vom volkswirtschaftlichen Nutzen des Flughafens widerlegt haben.“
Kommt zur Vorstellung unseres Gutachtens und diskutiert mit uns über die Nachnutzung des Flughafens! Alle Termine unten auf dem share pic.
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