| Datum: | 6. August 2026 |
| Ort: | Kassel, Hiroshima-Ufer |
| Zeit: | 19 Uhr |
Gedenken an Hiroshima und Nagasaki
Donnerstag, 6. August 2026 am Hiroshima-Ufer an der Fulda in Kassel19 Uhr Basteln von Lichterketten
Kreatives für Klein und Groß
20 Uhr Wortbeiträge:
Selina Holtermann (Ortsbeirat Süd),
Harri Grünberg (Kuba-Solidarität),
Rolf Wekeck (Kasseler Friedensforum)
Musik: Dylan`s Dream, Philipp Hoffmann
Am 6. August 1945 warf ein US-Kampfbomber über Hiroshima die erste Atombombe ab. Nur drei Tage später, am 9. August, folgte der Abwurf einer Plutoniumbombe auf Nagasaki.
In Hiroshima waren in einem Umkreis von einem halben Kilometer 90% der Menschen sofort tot. Es folgten eine ungeheure Druckwelle und Feuerstürme mit 250 km/h, mit Bodentemperaturen von 1000º C. Bereits nach 4 Monaten waren an den unmittelbaren Folgen in Hiroshima 136.000 und in Nagasaki 64.000 Menschen gestorben. Und das Leiden und Sterben ging und geht weiter...
Haben die verantwortlichen Politiker aus der Atombombenkatastrophe gelernt?
Nein!
Der französische Präsident Macron kündigte im März 2026 an, die Zahl der französischen Atomwaffen zu erhöhen und bot den europäischen Ländern die nukleare Zusammenarbeit an.
Inzwischen haben Deutschland, Polen, die Niederlande, Belgien, Griechenland, Schweden und
Dänemark der Zusammenarbeit zugestimmt. Deutschland ist mit Frankreich in der „Nuklear- Steuerungsgruppe“ und beansprucht daher eine Sonderrolle.
Ja!
Am 8. Juli 1996 stellte der Internationale Gerichtshof fest, dass nicht nur der Einsatz von Atomwaffen, sondern bereits die Drohung mit deren Einsatz völkerrechtswidrig ist.
Nein!
Die neun Atomwaffenstaaten, an der Spitze Russland und die USA, verfügen Stand Januar 2026, über 12187 Nuklearwaffen. Die Anzahl der einsatzbereiten Atomsprengköpfe steigt. Ihre Zerstörungskraft ist durch intensive „Modernisierung“ erheblich größer geworden, Kosten 2025 119 Mrd. US-Dollar. Da der Rüstungskontrollvertrag New Start im Februar 2026 ausgelaufen ist und kein Nachfolgeabkommen zustande kam, können die beiden großen Atommächte die Anzahl ihrer Sprengköpfe unbegrenzt erhöhen. Die Verpflichtungen, die sich aus dem Atomwaffensperrvertrag von 1970 ergeben, werden völlig ignoriert.
Der von den USA und Israel begonnene Krieg gegen den Iran zeigt, dass die Verbreitung von Atomwaffen sich nicht mit Militärschlägen verhindern lässt.
Ja!
Am 22. Januar war der Vertrag zum Verbot Atomwaffen (AVV) seit fünf Jahren in Kraft. Inzwischen unterstützen 99 Staaten den Vertrag. Von der Bundesregierung fordern wir an der Überprüfungskonferenz im Dezember 2026 teilzunehmen und dem AVV beizutreten.
Nein!
Die Bundesregierung hält weiter daran fest, sich an der nuklearen Drohung der US- Amerikaner zu beteiligen, was als „nukleare Teilhabe“ bezeichnet wird. Das bedeutet: Kein Beitritt zum Atomwaffenverbots-Vertrag, Kauf von atomwaffenfähigen F 35-Kampfjets.
Die endgültige Entscheidung zur Stationierung von US-Mittelstreckenraketen in Deutschland steht weiterhin aus. Davon unabhängig kündigte Minister Pistorius die Beschaffung eigener Raketen Systeme an. Gleichzeitig will die Bundesregierung die Entwicklung europäischer Mittelstreckenwaffen voranbringen.
Ja!
Wir werden uns weiter einsetzen: Für den Abzug der US-Atombomben in Büchel/Eifel, für das Verbot von Atomwaffen, für Abrüstungsverträge, für eine Welt ohne Atomwaffen.
V.i.S.d.P. Kasseler Friedensforum, Germaniastr.14, 34119 Kassel



